Freitag, 9. Dezember 2011

Türchen 9

Monogamie oder auf mehreren Hochzeiten tanzen?
Was macht mehr Spaß?

Wer kennt es nicht als Fanfiktionautor, die ewige Frage nach dem Fandom. Oder Fandoms, wenn man das Vergnügen hatte und schon einmal in verschiedenen geschrieben hat. Erzählt man jemandem davon, dass man schreibt und der Gesprächspartner kennt sich zufällig ein wenig damit aus, dann wird es immer spannend. Viele Fandoms haben sich über die Zeit hinweg gewisse Zuschreibungen erarbeitet (oder wurden in diese Schubladen einsortiert) und mal ganz ehrlich? Leider haben die meisten Fandoms diese Zuschreibungen auch verdient.

Nur ein kleines Beispiel unter Hunderten dieser Art: Supernatural.
Das Fandom platzt aus allen Nähten wenn es um Fans von Slash-Stories geht. So wenig wie mich persönlich das Thema Slash stört – ich habe absolut nichts gegen Homosexuelle – aber muss man es auf Teufel komm raus überall herein zwängen? Brüder fühlen sich auf einmal auf magische Weise voneinander angezogen, so im Falle der Brüder Winchester in Millionen von Geschichten gesehen und für absolut hirnrissig erklärt.
Ja, ich fühle sehr stark wenn es darum geht, was noch akzeptabel ist und was ich für absolut bescheuert halte. Und ich tue diese Meinung auch kund.
Faszinierender Fakt dazu für alle Nicht-Kenner von Supernatural: Die Drehbuchschreiber selbst lesen bekanntlich auch gerne mal in die Fanfiktions der Fans rein und was soll ich sagen? Sie haben daraus gleich ein paar witzige Begebenheiten in der Serie konstruiert. So treffen Dean und Sam (die Brüder Winchester) in einer Episode auf einen ihrer größten Fans – eine Slash-Fanatikerin.
Hut ab dafür, liebe Drehbuchautoren, aber schreibt bitte nicht zu viel bei diesen Fans ab, denn dann verliert ihr eure Glaubwürdigkeit.
Dieses Beispiel steht übrigens stellvertretend für viele andere Fandoms, die das gleiche Problem plagt, zum Beispiel: Harry Potter, Sherlock, Hawaii Five-0, usw.

Wieso aber tobt man sich in verschiedenen Fandoms aus? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach (meiner Meinung nach): Vielfalt. Oft auch Abwechslung genannt.
So kann man mit unterschiedlichen Fandoms auch ganz leicht seine Genre variieren: von Mystery über Reales Leben über Krimi über Romanze über Science Fiction. Alles lässt sich abdecken, wenn man das richtige Fandom bedient.
Natürlich kann man auch alles innerhalb eines Fandoms schreiben, aber manche Vorlagen eignen sich für ein bestimmtes Genre eben besser als andere.

Ich schreibe zum Beispiel momentan an zehn verschiedenen Geschichten, na gut, das war übertrieben, es sind nur fünf. Eine Realperson-Story dient mir zum Ausleben des Realen Lebens als Genre, eine Twilight-FF dient mir zum Austoben an dem Thema des Übernatürlichen, Krimi und Abenteuer als Genre erlebe ich mit Hawaii Five-0, eine Nalini-Singh-FF deckt das Thema der Gestaltwandler ab und Science Fiction hole ich mir über Doctor Who ins Boot.
Was mir in diesem Rahmen bisher aber immer schwer gefallen ist: das Crossover. Eine fantastische Gelegenheit, bei der ich mich nur zu gern als Autor austoben würde, aber leider fällt es mir schwer die Schnittpunkte auszumachen und das ganze Drumherum zusammen zu bauen. Habt ihr damit Erfahrung?


Und weil nur Text nach all den Tagen, wo ihr nichts anderes bekommen habt fast langweilig ist... hier eine kleine Auswahl an gefundenen Weihnachtsbildern aus dem Internet zu einigen der oben genannetn Fandoms:




Einen schönen Tag noch, wünschen euch:
Munderoon & Snowhoney

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