Von der Welt in meinem Kopf für die Welt in deinem Kopf
Liebe Adventskalenderleser,
wir wünschen euch einen wundervollen dritten Advent und hoffen, ihr freut euch auch schon so sehr auf Weihnachten, wie wir.
Wie sieht's mit euren Oneshots aus? Schreibt ihr kräftig?
Schreiben ist heute das große Türchen von Nummer 11.
Denn obwohl wir einen Adventskalender für unser Lieblingshobby haben und das tägliche oder wöchentliche Schreiben für uns mehr als nur Normalität geworden ist, sprechen wir viel zu selten darüber, WARUM wir überhaupt schreiben.
Manche Menschen schreiben, um sich selbst zu therapieren oder sich aus dem Schreckensalltag zu retten, der sich ihnen bietet - beste Beispiele sind dafür Bücher von den Menschen, die unter dem Nazi Regime gelebt haben - andere widerum um damit Geld zu verdienen und viele einfach nur deshalb, weil es ihnen Spaß macht, sie befreit, ihnen hilft.
Und weil es unendlich viele Gründe gibt, warum wir schreiben und was uns dazu gebracht hat, wollen wir das heutige Türchen diesem tiefen und doch nur allzu stillen Wasser widmen.
Warum schreibt ihr? Wie seid ihr dazu gekommen? Gibt es bei euch "Termine" zum Schreiben? Habt ihr Schreibrituale?
Natürlich haben auch wir unsere Geschichten und Beweggründe und machen an dieser Stelle den Anfang.
Von euren Geschichten und Gründen, euren "Motiven" und Ritualen würden wir uns freuen zu hören.
Munderoon: Snowhoney:
Was bewegt euch zum Schreiben?
Ich liebe Bücher, Serien, Filme – andere Welten. Es gibt nichts Besseres als der eigenen Welt, den eigenen Problemen oder Sehnsüchten mal für eine kurze Zeit zu entfliehen, indem man einmal jemand anderes ist. Und das gelingt mir am Besten mit Büchern oder Filmen/Serien.
Und dann passiert es eben auch einmal, dass man ein anderes Ende für eine Figur im Kopf hat, als das, was sie ereilt hat. Und dann... schreibe ich meine Alternative auf.
Und dann passiert es eben auch einmal, dass man ein anderes Ende für eine Figur im Kopf hat, als das, was sie ereilt hat. Und dann... schreibe ich meine Alternative auf.
Ich liebe es, andere Menschen mit dem zu bewegen, was ich schreibe.
Denn ich traue mich eher, den Stift in die Hand zu nehme und Worte zu schreiben, als den Mund auf zu machen und sie zu sagen.
Außerdem finde ich es immer wieder faszinierend, welche Welten man selbst erschaffen kann - und was andere aus ihnen machen!
Manchmal ist es auch einfach nur das Bedürfnis, für eine kurze Zeit dem Alltag zu entfliehen, einfach mal richtig frei sein und tun und lassen können, wie man es gerade beliebt.
Und dann gibt es da noch die Momente, in denen man ein Gefühl, eine Regung, einfach eine Erinnerung festhalten will und das mit Worten tut. Oder besser: versucht.
Frei nach dem Motto "Irgendwas ist immer" sind das meine Gründe :)
Wie seid ihr dazu gekommen?
Das fing wohl damit an, dass ich über Fanfiktions gestolpert bin. Da war ich ungefähr 13 glaube ich und es hat mich fasziniert. Also fing ich an aufzuschreiben, was ich bis dato nur in meinem Kopf getan hatte: Alternativen finden.
Langeweile und Ungeduld. :D
Das waren die ersten beiden Gründe, an die ich mich erinnern kann. Ich habe früher viele Kurzgeschichten geschrieben, weil mir die Dinge, auf die ich mich gefreut habe, einfach zu lange gedauert haben. Irgendwann hab ich sie mir so akribisch ausgemalt, dass ich sie einfach aufgeschrieben habe.
Mit C.C. ist dann alles anders geworden und zu meinen ersten beendeten Geschichten bin ich gekommen, in dem ich Menschen tatsächlich zum Schmunzeln bringen konnte - für mich ein wahrer Erfolg :)
Was inspiriert euch?
Das kann einfach alles sein: ein anderer Film, ein anderes Buch, mein eigenes Leben oder das meiner Freunde, Musik.... alles was einem so über den Weg läuft. Für das was mich inspiriert gibt es kein Limit (oder ich habe es noch nicht gefunden). Manche Dinge bewegen mich einfach und dann sind sie das perfekte Material fürs Schreiben.
Alles mögliche!
Ehrlich, das kann alles sein. Von einem Gefühl, zu einem Film, bis hin zu einem Bild oder Lied (meistens sind es Lieder) oder einfach nur der Wunsch, etwas in meinem Leben hätte einen anderen Verlauf genommen, als es getan hat.
Wenn es passt, dann passt es einfach und dann muss es mit Zettel und Stift auch schnell hin gekritzelt sein, sonst ist es wieder weg. Da müssen auch manchmal die Servietten her halten ;D
Wie oft schreibt ihr?
Bei mir funktioniert das mit dem Termin zum Schreiben leider nie, obwohl es wirklich cool wäre. Nein, ich schreibe wenn mich die Lust dazu überkommt oder wenn meine Muse fast platzt, weil sie eine so unglaubliche Idee hat, die mich einfach nicht mehr loslassen will. Und dann kann es – wenn die Zeit dazu da ist – nächtelange durchgehen mit dem Schreiben oder Tage... oder auch einmal Wochen, was ich tatsächlich erst ein einziges Mal hatte, aber in 3 Wochen 12 Kapitel zu schreiben war schon berauschend.
Momentan? Gar nicht. =(
Mein Abi verschlingt alle Zeit die ich habe und noch mehr.
Wenn ich allerdings Zeit habe, dann schreibe ich vor allem an den Wochenenden mehrere Stunden am Stück. Da muss dann allerdings auch alles passen.
Unter der Woche musste das Schreiben schon immer warten und nur im Deutsch Unterricht habe ich die ein oder andere Seite geschrieben.
Gibt’s bei euch „Schreibrituale“?
Ein richtiges Ritual gibt es nicht, aber mir darf weder das Naschzeug, noch das Trinken, noch die Musik ausgehen, sonst wird’s problematisch. Und etwas Ruhe schadet auch nie, aber wenn meine Charaktere mich richtig mitziehen, dann stört auch die eine oder andere Unterbrechung sie nicht. Sie teilen sich mir trotzdem mit und fordern die Aufmerksamkeit.
Eine Sache ist dabei aber auch noch wichtig: sehr bequeme Klamotten! Ich muss mich wohlfühlen, sonst fühle ich mich zu eingeschränkt.
Ich suche mir traditionell vor jeder Szene oder jedem Wort, das ich schreibe, den passenden Soundtrack.
Meistens weiß ich schon vorher, um was es jetzt gleich gehen soll und meine Musik muss mich darauf einstimmen und ggf. - falls die Charaktere missmutig sind ;D - auch mitreißen können.
Ansonsten wechsel ich meistens alle Stunde die Position, weil - das klingt jetzt komisch, aber so ist es - mir sonst langweilig wird.
Das scheint jetzt nicht direkt etwas mit dem Schreiben zu tun, aber manchmal gehen knifflige Situationen durch einen Ortswechsel sehr viel leichter von der Hand...
So viel zu uns.
Wie sieht es bei euch aus?
Wir sind neugierig, also haut in die Tasten und entführt uns in euren Kopf ;D
Einen wundervollen Sonntagabend,
Snowhoney&Munderoon

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